Nach zwei Tagen, 8000 km Luftlinie und drei Flughäfen weiter,
kommen wir bei Natasa am Samstag Abend um 21.30 Uhr in Sydney an. Wir werden
von einer multikulturellen Runde begrüßt und sofort zu australischem Sekt
eingeladen. Lena, die ihre Wurzeln in China hat, wohnt für einen Monat hier in
Sydney, ihr Freund, ein Maori, ist gerade aus Melbourne zu Besuch. Eine
Mallorquinerin, Rebecca, begrüßt uns in perfektem British-Englisch und zu guter
Letzt unsere Gastgeberin Natasa, deren Wurzeln in Europa, genauer gesagt auf
dem Balkan liegen. Eine illustre Runde, um in einer ganz anderen Kultur zu
landen. Wir müssen gestehen, unsere Toleranz für Asien hat nicht ganz gereicht.
Nach zwei Monaten sind wir beide froh, wieder europäische Gesichter und
europäischen Lebensstil zu sehen. Und was wir hier in diesem Haus zu sehen
bekommen, ist atemberaubend. Wir haben ein Zimmer für 6 Tage gemietet, so zu
sagen mit Familienanschluss. Wir können in der Küche kochen, unsere Wäsche
waschen und zusammen mit Natasas Freunden Wein trinken und gemeinsam kochen.
Das Haus ist ein Traum und unser Zimmer ist wunderschön.
Der Stadtteil heißt Petersham und es sieht hier ein
bisschen aus wie in England. Lauter kleine, hübsche Häuschen mit Vorgarten und
netten Menschen, die einen von der Veranda aus begrüßen. Vögel zwitschern von
den Dächern, der Himmel ist babyblau mit Schäfchenwolken, Eukalyptusbäume
säumen die Straßen, in denen hübsche Cafes liegen.
Meine Seele atmet auf in dieser Ruhe und frischen Luft, die nach Jasmin duftet.
Ein Äffchen ist das I-Tüpfelchen des Zimmers, wie wir finden, und so schlafen wir mit einem Lächeln im Gesicht in einem Traum in Sydney.